Autor Bernd Freytag, Regisseur Jacob Höhne, das RZt-Ensemble sowie zahlreiche Gäste entwickeln gemeinsam ein Stück über den menschlichen Traum, selbst zum Schöpfer, zur Schöpferin zu werden. Die Unkontrollierbarkeit des neu geschaffenen Wesens, des Golems, spiegelt dabei unsere Ängste und dystopischen Fantasien wider.
Die Legende vom Golem hat bis heute zahlreiche Künstler*innen inspiriert: Ihr zufolge schuf Rabbi Löw im 16. Jahrhundert in Prag einen Golem, der angeblich noch heute in einem Raum ohne Zugang leben soll, um alle 30 Jahre wieder aufzutauchen. Es handelt sich um ein aus Lehm gebildetes, stummes, menschenähnliches Wesen, das oft gewaltige Größe und Kraft besitzt und Aufträge ausführen kann. Ein Golem ist nicht fertig, er besitzt noch keine Seele. Es ist ihm, wie Heiner Müller schrieb, nicht möglich zu sterben, denn die Toten kommen zurück. Dieser Zustand schafft Raum und Freiheit.
Der Golem, die fantastische Masse, stellt sich bei uns durch das Zusammenspiel der verschiedenen künstlerischen Sparten dar. So besteht der Golem zu Beginn noch aus unterschiedlichen Einzelteilen. Diese Bausteine des Golems werden erst räumlich separiert agieren, um dann immer weiter zu wachsen, bis sie sich schließlich zu einem großen Organismus der Sprachen und Körper vereinigen. Sie werden – wie Einar Schleef sagen würde – zur „Bühnenlandschaft der Körper und der Sprache“, zum Riesen.
Mit - Lioba Breitsprecher, Artemis Chalkidou, Angel Montes Cledera, Eva Fuchs, Juliana Götze, Moritz Höhne, Jan Kress, Rubén Nsue, Anil Merickan, Hieu Pham, Zora Schemm, Jonas Sippel, Sebastian Urbanski, Nele Winkler, Sabina Moe, Roberta Pupotto
Sprechchor/Video - Diana Ebert, Rajko Geith, Moritz Heitzmann, Gisela Höhne, Johannes Lange, Jost op den Winkel, Andreas Spechtl, Almut Zilcher
Bühne -Jacob Höhne
Choreografie - Sara Lu
Leitung Sprechchor - Bernd Freytag
Leitung Gesangschor - Johanna Peine, Ignacio Jarquin
Kostüme - Beatrix Brandler
Musik - Leo Solter, Matthias Geserick
Videoprojektionen & Visualisierungen - Lillevan, Marco Casiglieri
Kamera Sprechchor - Alexander du Prel
Licht - Jan Langebartels, Lars Peiler
Ton Jacob Gückel
Gebärdensprache - Jan Kress
Dramaturgie - Steffen Sünkel
Technische Leitung - Jan Langebartels
Regieassistenz - Michael Geißelbrecht, Jana Prigge, Vicki Steinmüller
Bühnenbildassistenz - Eve Beucher
Kostümassistenz - Dorothee Kutz
Schauspielassistenz - Sebastian Rohrbach
Regiehospitanz -Lilith Düvelmeyer, Cora Hilliges, Kundigunde Kuhl
Schneiderei - Juan Antonio Dimateo López
Bühnentechnik - Jan Czenscher, Guido Gallwitz, Andreas Maringer, René Keßler